Tag -6: Ran an die Leine!
6:15 Uhr Tagwache um Abstriche aus Nase, Mund und ja dem Intimbereich zu machen. Danach versuche ich wieder etwas einzudösen, um die Zeit totzuschlagen, nachdem ich nicht weiß was wann am heutigen Plan steht. Mittlerweile lasse ich das Planen lieber, hat sich irgendwie nicht bezahlbar gemacht ;) Nach dem Frühstück und der Dusche traue ich mich aus meiner Isolationszelle heraus und erkunde die Station. Viel gibt es hier nur leider nicht zu sehen, außer vieler verschlossener Tü
Tag -7: Countdown für den Neustart
Ein letzter Blick geht durch die Wohnung, dabei muss ich feststellen, dass neben den Kleidungsstücken, die ich sonst sehr gerne überall verteile, auch meine Bettwäsche und mein Handtuch weggeräumt und verschwunden sind. In fünf Minuten verschwinden einige der Spuren von mir und hinterlassen in den kommenden Wochen eine Singlewohnung für meinen Mann. Ich schließe die Tür und wir machen uns auf den Weg nach Wien in einer emotionalen Mischung aus Routine, Vertrautheit aber auch
Mitgefangen-Mitgehangen
Das Leben wird laut einigen Zitaten erst durch die Begegnungen mit Menschen richtig lebenswert (Guy de Maupassant; Wilhelm von Humboldt)....
Es war einmal, der immer gleiche Tag im Krankenhaus
Tag 21 im AKH Wien, in der Rolle der Patientin und von äußeren Umständen erheblich fremdbestimmt. Ein kleiner Einblick in die Gefühlswelt und den immer wieder gleichen, monotonen Tagesablauf: Vom Auf- und Zuknallen der Türen wache ich jeden Morgen zwischen 7:00 und 7:30 Uhr auf, blicke mich etwas verwirrt um und seufze bei der Tatsache, dass ein neuer Tag anbricht, der dem zuvor gleicht. Mit singendem "Guten Morgen" schwebt eine Armada an Helferinnen in das Zimmer hinein, ste
Chemopoesie
Es gleicht einer eintönigen Symphonie, diese Chemotherapie. Tropf, tropf .... kling, kling ... blink, blink... so läuft es dahin. Das...









