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Wie Reiseplanung bei der Vorbereitung auf Herausforderungen helfen kann

Etwas Neues anzufangen oder auch der Weg ins Unbekannte, das Angst macht, ist ähnlich wie ein Reiseabenteuer. Diesen Vergleich habe ich vor Kurzem in einem Gespräch verwendet um meine Warte- und/oder Vorbereitungszeit emotional in Worte zu fassen, die nicht nur jede*r verstehen sondern auch nachvollziehen kann. Das einzige Problem an dieser Art von Reise ist, dass sich die Vorbereitung etwas schwieriger gestaltet, denn wie kann man sich auf etwas vorbereiten, wenn man weder weiß welche Ausrüstung man braucht, noch welche Gefahren in der Reisedestination lauern?


Hier ist sie nun, eine kleine Geschichte über Reiseplanung und ihre Parallelen zur Vorbereitung auf eine große Veränderung oder Herausforderung im Leben:


Jede Reise beginnt mit der Entscheidung für ein Ziel. Über Entscheidungen habe ich ja bereits geschrieben und dass sie meistens darauf beruhen, wie sich jede innere Vorstellung davon anfühlt. Natürlich wird man auch den Verstand und rationale Gedanken dazu verwenden, sich für ein Ziel zu entscheiden wie z.B.: Ist die Reisezeit dafür passend oder die Destination sicher? Habe ich die notwendigen finanziellen Mittel? Aber hauptsächlich ist es doch ein Gefühl, eine tiefe Sehnsucht und Neugierde in uns drinnen, die uns letztlich zur Entscheidung für ein Ziel treibt. Danach geht es in die "Recherchephase". Du wirst Expert*in für dein Projekt, suchst Informationen zusammen, Risiken und Nebenwirkungen, notwendige organisatorische Vorkehrungen und/oder gesundheitliche Voraussetzungen usw. Diese Phase findet großteils in deinem Kopf statt, denn du beschäftigst dich auf rationaler Ebene mit deinem Reiseziel, erzählst Freunden und Familie alles darüber, weißt richtig gut Bescheid. Bis zu dem Punkt wo soviel Zeit vergeht, dass du es einerseits nicht mehr erwarten kannst, endlich loszustarten, sondern auch beginnst vom Kopf Richtung Herz und damit Bauchgefühl zu wandern.


Hier beginnt die mentale Vorbereitung. Auch wenn du vielleicht zunächst geglaubt hast, du bist bereit für dein großes Abenteuer und weißt über alles Bescheid was passieren kann und was du machen möchtest, stellst du fest, dass du zwar an alles "gedacht", aber das Wichtigste dabei außer Acht gelassen hast: die Gefühlsebene. Du denkst nicht mehr nur über deine Reise nach, du spürst wie es sein könnte bestimmte Abenteuer zu erleben, aber auch einen Hauch Nervosität, Respekt vielleicht auch Angst dabei zu empfinden, dass du eigentlich nur begrenzt planen kannst was dort passieren wird. Das Warten bis zum großen Tag wird in dieser Phase immer schlimmer, denn mittlerweile ist die Angst groß etwas Wichtiges vergessen zu haben oder noch schlimmer, dass eventuell ein Zwischenfall dafür sorgen könnte, dass du deine Reise nicht antreten kannst (dieses Gefühl ist besonders präsent wenn dir das schon mal passiert ist). In dieser Zeit wird dir bewusst, dass all diese verschiedenen Gefühle von Mut, Neugierde, Abenteuerlust, Nervosität, Angst und eine noch größere Bandbreite an Gefühlen nur bewältigt werden können, wenn du das was du dir solange vorgenommen hast, auch tatsächlich erLEBEN kannst. Im Wort Erleben steckt nicht umsonst LEBEN, denn wir können noch so oft über Dinge nachdenken, sie werden uns erst loslassen, wenn wir ins erLEBEN kommen. Das Leben kann und will nicht geplant werden, sondern gelebt, mit all den Stolpersteinchen, verspäteten Flügen und kleinen Kratzern, die wir uns auf unserem Abenteuer so holen.

Im Erlebnis steckt LEBEN

Zum Schluss steht also das Erlebnis selbst. Du bist angekommen, manche Ängste und Sorgen waren vollkommen umsonst, weil sie nicht eingetreten sind. Das weißt du aber auch erst jetzt wo du den ersten Schritt gemacht hast und deine Sorgen somit widerlegen konntest. Von jetzt an merkst du, dass jeder Tag auf deiner Reise begrenzt planbar ist. Einige Ausflüge und Tagespunkte konntest du vorab mit deinem Tourguide besprechen, dich bewusst dafür entscheiden, aber wie sie sich anfühlen oder wie sie ablaufen, findest du erst jetzt Tag für Tag, Schritt für Schritt heraus.


Jedes Abenteuer beginnt mit dem ersten Schritt, fernab von jeder Planung, sondern mit dem TUN. Sei mutig und geh nach vorn, was auch immer du selbst gerade für ein Ziel vor dir hast.



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